Projekthürden überwinden, aber wie?
Die projektgebundene Zusammenarbeit mit anderen bedeutet nicht immer nur Erfolg und Sonnenschein, sondern birgt oft auch Stolpersteine und Herausforderungen. Wenngleich Projekte in der Gesundheitsförderung individueller Natur sind, gibt doch wiederkehrende typische Fragen. Eine Auswahl davon beantwortet das BeBeQu-Projektteam nachfolgend in Interviewform. In einer Art „Hürdenlauf“ versucht das BeBeQu-Team dabei ehrlich – aber durchaus mit einem Augenzwinkern – eigene Projekterfahrungen weiterzugeben.

Hürde 1: Öffentlichkeitsarbeit

Fragender: Wow, was für ein Rennen. Das sah aus der Distanz wahnsinnig anstrengend aus. Lassen Sie uns doch mal Ihren Lauf analysieren: Die Hürde „Öffentlichkeitsarbeit“ sind Sie ja mit richtig viel Energie angegangen. War das Überspringen so leicht, wie es aussah?

BeBeQu: Ein entscheidender Schlüsselfaktor zum Überwinden dieser „Hürde“ ist definitiv, ausreichend Anlauf zu nehmen. Gute Öffentlichkeitsarbeit braucht Planung und Abstimmung und all das braucht Zeit. Und auch das richtige „timing“ für den Absprung, d.h. den passenden Moment für einen Beitrag zu erwischen, ist wichtig: zeitungsinterne Redaktionstermine, konkurrierende Themen, passende Aktionstage, saure Gurken-Zeit usw. – all das zu beachten, ist wichtig für eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit.

Fragender: Und abgesehen vom Faktor Zeit? Was braucht es noch, damit Öffentlichkeitsarbeit Wirkung entfaltet?

BeBeQu: Verbindlichkeit ist zentral. Jede Information, die man nach außen gibt, sollte präzise und verlässlich sein, insbesondere was Zeit- und Ortsangaben sowie Kosten betrifft. Unklarheiten schrecken potenziell Interessierte ab. Zudem ist es wichtig, Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Kanälen gleichzeitig laufen zu lassen und mit Projektpartnern abgestimmt vorzugehen. Eine koordinierte Kommunikation wirkt professionell und erhöht die Reichweite.

Fragender: Beim Thema „Reichweite“ spring ich gleich mal dazwischen: Was hat sich bei der Ansprache Ihrer Dialoggruppe besonders bewährt?

BeBeQu: Die Nähe zur Dialoggruppe ist essenziell. Man muss verstehen, wie sie denkt, spricht und was sie anspricht. Es geht nicht nur darum, Informationen nach außen zu transportieren, sondern auch darum, die richtige Sprache und den passenden Ton zu treffen. Auch ein optisch einheitliches Auftreten und regelmäßige, wiederkehrende Auftritte schaffen Wiedererkennung und Vertrauen.
Außerdem wirkt die Einbindung lokaler Politiker oder regional bekannter Gesichter positiv – sie verleihen Projekten Glaubwürdigkeit und stiften ein Identitätsgefühl.

Fragender: Welche Rolle spielt im Zeitalter der sozialen Medien eigentlich noch die klassische Pressearbeit?

BeBeQu: Pressearbeit ist weiterhin ein wichtiger Baustein. Es lohnt sich, Mitarbeitende in Lokalredaktionen gut „zu pflegen“, d.h. konkrete Themen gut strukturiert aktiv anzubieten und auch nachzufragen, welche Inhalte für die Presse wann interessant sein könnten. Präzise Zuarbeiten sind hier nach unserer Erfahrung erfolgreicher als unverbindliche Anfragen wie „Könnte Ihre Zeitung nicht mal was über uns bringen?“

Fragender: Vielen Dank für das Interview, jetzt ist erstmal durchschnaufen angesagt.

Hürde 2: Netzwerkarbeit

Fragender: An der Hürde „Netzwerkarbeit“ sah es zeitweise nach sehr viel Gerangel und Durcheinander mit den anderen Läufern um Sie herum aus. Wie haben Sie es geschafft, da nicht ins Straucheln zu kommen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren?

BeBeQu: Gute Netzwerkarbeit ist ein zentraler Aspekt jedes erfolgreichen Projekts. Der Schlüssel, um diese Hürde zu überwinden liegt u.a. darin, das Miteinander koordiniert und zielgerichtet zu gestalten. Entscheidend ist, Ziele zu finden, die sich gemeinsam besser als einzeln erreichen lassen und diese Ziele dann im regelmäßigen und fairen Miteinander zu verfolgen. Um ein wenig im Bild eines Hürdenlaufs zu bleiben: Alle wissen, wo das Ziel ist, die Bahnen sind verteilt. 

Jeder versteht, dass das Ziel eher schlecht erreicht wird, wenn es Frühstarts gibt, alle kreuz- und quer laufen oder sich gegenseitig in die Hürden schubsen. Auch die Aufmerksamkeit des Publikums sinkt, wenn sich der Lauf auf drei verschiedene Sportstätten gleichzeitig verteilt – Stichwort „Doppelstrukturen“. Aber wenn man die besten Partner zusammenbringt und sich an vereinbarte Regeln hält, können auch in einer Wettbewerbssituation Synergien entstehen. Natürlich herrscht auf der Bahn wie auch in Netzwerken Konkurrenz. Aber man läuft schneller und besser, wenn die anderen einen mitziehen oder weil man auch mal Windschatten nutzen kann. Alle im Ziel, keiner verletzt, jeder mit einem persönlichen Erfolg – das ist ein gutes Rennen und gute Netzwerkarbeit.

Fragender: Was ist Ihrer Meinung nach besonders wichtig, um an Netzwerken nicht zu scheitern?

BeBeQu: Zwei Punkte sind neben erkennbaren gemeinsam Zielen und einer guten Netzwerkkoordination noch hervorzuheben: Durchhaltevermögen und Flexibilität. Es ist selten, dass alles von Anfang an perfekt läuft. Um durchzuhalten, muss man sich und die anderen auf das Ziel fokussieren. Aussagen wie „Lass uns doch mal…“ bringen dabei eher wenig. Es geht darum, klare Vereinbarungen zu treffen, etwa: „Wer übernimmt welche Aufgabe bis wann?“ Und man muss bereit sein, Brücken zu bauen – auf persönlicher Ebene und auch, wenn das mal bedeutet, eigene Teilziele kurzfristig anzupassen, um die Zusammenarbeit insgesamt voranzutreiben.

Fragender: Welche Rolle spielt der Bekanntheitsgrad eines Projekts oder einer Organisation bei der Netzwerkarbeit?

BeBeQu: Nach den Erfahrungen bei BeBeQu eine durchaus große Rolle. Es hat sich für BeBeQu oft als hilfreich erwiesen, dass man im Namen bekannter Organisationen wie etwa der Volkshochschule (VHS), dem Landessportbund (LSB) oder der AGETHUR auftreten konnte. Selbst wenn das eigene Vorhaben nur Projektcharakter hat, kann eine solche „Reputation im Rücken“ helfen, neue Netzwerkpartner zu gewinnen.

Fragender: Was tun, wenn eine Zusammenarbeit schwierig wird oder nicht die gewünschten Ergebnisse liefert?

BeBeQu: Das passiert in der Netzwerkarbeit regelmäßig. Wichtig ist, den Kontakt nicht direkt abbrechen zu lassen, selbst wenn es mal hakt. Man sollte den „Netzwerkfaden“ aktiv aufgreifen und offen nach Lösungen suchen. Gleichzeitig muss man aber auch ehrlich mit sich selbst sein: Wenn sich trotz aller Bemühungen zeigt, dass eine Zusammenarbeit nicht passt, darf man das auch akzeptieren und den Fokus auf andere Partnerschaften legen. Das bedeutet nicht, dass man leichtfertig aufgibt – man muss sich aber auch seiner eigenen Ressourcen bewusst sein. Und auch so bald gemeinsame Ziele erreicht sind, kann sich die Zusammenarbeit verändern oder weniger intensiv werden – bis hin zur Auflösung eines Netzwerkes. Das alles ist kein „Scheitern“ und völlig in Ordnung. Es zeugt eher von einer professionellen Handhabung von Netzwerken. Der Fokus sollte immer auf den Zielen des Projekts liegen, und man sollte nicht davor zurückschrecken, Dynamiken zu verändern oder auch Prioritäten neu zu setzen, wenn das nötig wird.
So wie jetzt gerade – ich muss los. Zum nächsten Lauf.

Hürde 3Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen

Fragender:  Bei der Hürde „Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt“ schien es uns, als sei Ihnen kurzzeitig die Puste ausgegangen. Wie haben Sie denn bei dieser schwierigen Hürde – Stichwort „Krise des Ehrenamts“ –  wieder neue Reserven mobilisiert?

BeBeQu: Ja, die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen ist für viele Projekte, darunter auch BeBeQu ein Mehrwert, mitunter sogar schlicht unverzichtbar. Im besten Fall ist es für beide Seiten ein Gewinn. Aber es ist eben nicht alles im Ehrenamt leistbar und zudem ist die „Verfügbarkeit“ Ehrenamtlicher auch begrenzt. Eine zentrale Herausforderung im BeBeQu-Projekt bestand z. B. darin, dass wünschenswertes, aber mitunter fehlendes ehrenamtliches Engagement nicht einfach mit höheren Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche gegengesteuert werden konnte. Zum einen sind Projektmittel schlicht begrenzt.

Und zum anderen würden immer höhere Vergütungspauschalen für das Ehrenamt in der Folge z. B. das Einkommensgefüge von Volkshochschul-Lehrenden durcheinanderbringen, was der grundlegenden Funktionslogik der Volkshochschulen zuwiderläuft. Die Änderung eines Systems hätte Auswirkungen auf andere Systeme. Daher muss ein Gleichgewicht gefunden werden zwischen der intrinsischen Motivation der Ehrenamtlichen und der Bereitschaft, für bestimmte Leistungen auch Geld auszugeben.

Fragender: Das klingt nach einem komplexen Balanceakt. Wie kann man diese „intrinsische Motivation“ von Ehrenamtlichen nach Ihrer Erfahrung fördern?

BeBeQu: Ein möglicher Schlüssel liegt in der Fokussierung auf die individuellen Stärken und Interessen der Ehrenamtlichen. Viele sagen: „Im Ehrenamt mache ich nur das, was ich gut kann und was mir Freude bereitet.“ Das bedeutet, dass wir ihr Engagement auf Bereiche konzentrieren sollten, in denen sie sich wohlfühlen und wo sie ihre Fähigkeiten optimal einsetzen können. Gleichzeitig ist die Qualifizierung von Ehrenamtlichen wichtig, damit sie ihre Aufgaben mit einem guten und sicheren Gefühl und auch einem bestimmten Qualitätsanspruch erfüllen können. Diese Qualifizierung funktioniert aber nur, wenn sie ebenfalls von einer intrinsischen Motivation getragen wird.

Fragender: Wie kann man Ehrenamtliche gezielt entlasten, insbesondere wenn sie bereits auf unterschiedliche Weise engagiert sind?

BeBeQu: Genau hier liegt ein kritischer Punkt. Viele Ehrenamtliche sind schon mit ihren bestehenden Aufgaben ausgelastet und haben wenig Zeit und Energie für zusätzliche Verpflichtungen. Ein Ansatz ist es, nicht nur die Ehrenamtlichen ganz direkt zu unterstützen, sondern auch sogenannte „Mittler“ einzubinden. Das können Verwaltungsmitarbeiter oder Ehrenamtszentralen sein, die sich um die Ehrenamtlichen vor Ort kümmern, deren Arbeit ein Stück weit koordinieren oder auch Formate für einen Erfahrungsaustausch untereinander bieten. Leider gibt es solche Begleitstrukturen noch nicht flächendeckend in Thüringen. Sie sind nach unserer Einschätzung aber wichtig, um dem Ehrenamt auch die verdiente Wertschätzung entgegenzubringen.

Interviewer: Gibt es abschließend noch einen Rat, den Sie anderen Projektvorhaben für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt mitgeben möchten?

Interviewpartner: Ehrenamtliche sind eine tragende Säule vieler Projekte, aber sie sind keine unerschöpfliche Ressource. Daher ist es wichtig, sie mit Bedacht einzusetzen, ihre Stärken zu fördern und ihnen Wertschätzung zu zeigen. Gleichzeitig sollte man realistisch bleiben: Nicht alles lässt sich im Ehrenamt leisten. Die Kunst besteht darin, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die Ehrenamtliche unterstützen, ohne sie zu überfordern.

Interviewer: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben.

Hürde 4: Dialoggruppen erreichen

Fragender: An der Hürde „Dialoggruppen erreichen?“ wirkten Sie sehr irritiert und blickten sich sehr stark nach den anderen Läufern um. Was war denn da los?

BeBeQu: „Keiner kommt – was nun?“ – Das kennen wohl viele Projektträger, wenn sie Angebote neu etablieren. Deswegen ist vorher eine gründliche Bedarfs- und Bedürfnisanalyse unerlässlich. Dafür braucht man ausreichende Personalressourcen, um die Lebenswelt der Dialoggruppe zu verstehen. Es reicht nicht, etwas „vorzusetzen“, nur weil man es selbst gut fände. Besser ist es, die Angebote gemeinsam mit der jeweiligen Dialoggruppe entwickeln. Das stärkt nicht nur die Akzeptanz der Formate, sondern auch das Gefühl von Selbstwirksamkeit bei der Dialoggruppe.

Fragender: Und was, wenn trotzdem immer noch keiner kommt?

BeBeQu: Dann ist es wichtig, sich ehrlich zu prüfen: Haben wirklich alle, die es interessieren könnte, von dem Angebot erfahren? Passen womöglich einzelne Stellschrauben, etwa der Zeitrahmen oder auch der gewählte Ort noch nicht so gut?

Fragender: Gibt es noch andere Umstände, die ein Angebot für die potenziell Nutzenden unattraktiv erscheinen lassen?

BeBeQu: Eine immer wiederkehrende Frage ist, wie zurückgezogen lebende Menschen besser durch Angebote erreicht werden können. Menschen, die sich über Jahre hinweg isoliert haben, ändern ihr Verhalten nicht von heute auf morgen, auch wenn ein Angebot augenscheinlich noch so gut ist. Es braucht Vertrauen und sehr viel individuelles Engagement, um sie für Angebote zu gewinnen. Hinzu kommt, dass manche Menschen, die bis ins Erwachsenenalter keine positiven Erfahrungen in Gemeinschaft gemacht haben, Schwierigkeiten haben, sich darauf einzulassen.

Fragender: Ist das jetzt ein Beispiel für eine Grenze bei der Erreichbarkeit von Zielgruppen?

BeBeQu: Es ist absolut legitim, auch die Ressourcen der Angebotsseite im Blick zu behalten. Angebote sind keine Therapie und nicht verschreibungspflichtig – die Entscheidung, daran teilzunehmen, bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Ein Rest Eigenverantwortung bleibt immer. Man darf zudem auch nicht vergessen, dass man nicht immer der passende Ansprechpartner für alle Themen oder Dialoggruppen ist.

Fragender: Wie sollte man grundsätzlich mit begrenzten Ressourcen in der Projektarbeit umgehen?

BeBeQu: Weniger ist oft mehr. Statt viele Angebote mit mäßiger Qualität durchzuführen, sollte man sich auf wenige, aber hochwertige Angebote konzentrieren. Das sorgt nicht nur für eine größere Zufriedenheit bei den Beteiligten, sondern stärkt auch die Reputation der Organisation.

Fragender: Zum Schluss noch: Was halten Sie von kontaktlosen Angeboten, wie digitale Plattformen oder Apps?

BeBeQu: Kontaktlose Angebote haben ihre Berechtigung, gerade weil sie eine niedrigere Hemmschwelle haben und teilweise individuell flexibel nutzbar sind. Doch sie bergen auch die Unsicherheit, ob und wie gut die Dialoggruppe tatsächlich erreicht wird. Es bleibt mitunter nur die stille Hoffnung, dass man jemanden auf diesem Weg berührt hat. Dennoch sind solche Angebote wertvoll, weil sie Zugänge schaffen können, die anders schwer herzustellen wären.

Hürde 5: Heterogenität in Gruppen

Fragender: An der Hürde „Heterogenität in Gruppen“ hatten wir den Eindruck, dass Sie da eher vorsichtig Anlauf genommen haben. Was machte diese Hürde denn so schwierig?

BeBeQu: Die Gruppendynamik bei der Durchführung von Angeboten ist nicht immer perfekt ausbalanciert, zwischenmenschlich kann es da durchaus mal zu Reibungen kommen. Das wird von vielen als „schwieriges“ Thema empfunden. Ein Lösungsansatz liegt darin, Unterschiede, die in einer Gruppe zutage treten können, offen, aber gleichzeitig feinfühlig anzusprechen, und einen Rahmen zu schaffen, in dem Unterschiedlichkeit von Menschen nicht nur toleriert, sondern aktiv zugelassen wird.

Fragender: Was tun Sie, wenn es in der Gruppe Konflikte gibt oder einzelne Teilnehmende von den anderen als störend empfunden werden?

BeBeQu: Es ist wichtig, zu akzeptieren, dass wir andere Menschen in der Regel nicht verändern können. Als diejenigen, die ein Angebot für Gruppen anleiten, können wir zwar kommunikativ intervenieren und versuchen, schwierige Situationen zu entschärfen, aber am Ende bleibt jeder der Teilnehmenden selbst für sein Verhalten verantwortlich. Mit kleinen kommunikativen „Brücken“ finden Gruppen nach unserer Erfahrung oft eigene Wege, um Differenzen untereinander zu klären. Wenn einzelne Teilnehmende jedoch übergriffig werden oder die Durchführung des eigentlichen Vorhabens grundlegend torpedieren, sollte man sich nicht scheuen, auch klare Grenzen hinsichtlich der Teilnahme Einzelner zu setzen.

Fragender: Gibt es methodische Ansätze, die in schwierigen Situationen helfen, solche kommunikativen „Brücke“ zu schlagen?

BeBeQu: Absolut, beispielsweise bietet die „Mental Health First Aid“ (MHFA), also die „1. Hilfe bei psychischen Gesundheitsproblemen“, gute methodische und kommunikative Zugänge, um herausfordernde Situationen zu meistern. Diese Ansätze können helfen, ruhig zu bleiben, zuzuhören und die Dynamiken in einer Gruppe sensibel zu steuern. Auch verschiede Fragetechniken aus der systemischen Beratung können die Gruppenmitglieder dabei unterstützen, Perspektivwechsel zuzulassen und das Miteinander in der Gruppe neu zu bewerten.

Fragender: Wie begegnen Sie unterschiedlichen Erwartungshaltungen in Gruppen?

BeBeQu: Das Erwartungsmanagement ist entscheidend. Sowohl für die Gruppe als auch für uns als Angebotsleitende sollte klar sein, was im Rahmen eines Angebots erreicht werden kann und was nicht. Klare Kommunikation hilft, Missverständnisse und Enttäuschungen zu vermeiden.

Fragender: Haben Sie einen abschließenden Tipp für Angebotsleitende, die gruppeninterne Konflikte als kräftezehrend empfinden?

BeBeQu: Machen Sie sich klar: Sie können nicht alle Probleme lösen oder alle Konflikte ausräumen. Akzeptieren Sie, dass das völlig in Ordnung ist, und bewahren Sie Ihre eigene Energie. Für die nächste Hürde…

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