Für individuell geplante Rundgänge lassen sich leicht eigene Dokumentationsbögen vorbereiten, die passgenau auf den jeweiligen Untersuchungsgegenstand zugeschnitten werden können.
Sowohl bei standardisierten als auch bei nicht-standardisierten Dokumentationen sollten die zu untersuchenden Parameter im Vorfeld eines Rundgangs mit der zu beteiligenden Dialoggruppe besprochen werden, um dafür zu sensibilisieren, worauf während des Spaziergangs besonders zu achten ist.
Tipps
In den Erhebungsphasen im BeBeQu-Projekt haben sich folgende Untersuchungskriterien als geeignet erwiesen, um mit Verantwortlichen über die bewegungsfreundliche Gestaltung des öffentlichen Raums ins Gespräch zu kommen:
- Barrierefreiheit
- Sicherheit
- Ruhepunkte + Sanitäranlagen
- soziale Infrastruktur
Für die praktische Durchführung empfiehlt es sich je nach Gruppengröße 1-2 Personen zu bestimmen, die während der Rundgänge zu den vereinbarten Aspekten dokumentieren.
Dabei ist auf gute Lesbarkeit der Dokumentationsbögen zu achten (ausreichende Schriftgröße, gute Kontraste wählen) Zusätzlich war es im Rahmen des BeBeQu-Projektes hilfreich, im Anschluss an einen gemeinsamen Rundgang, die Untersuchungsgegenstände noch einmal mit der Gruppe zu besprechen, um zu gewährleisten, dass alle relevant erscheinenden Beobachtungen angemessen dokumentiert wurden.
Besondere Hinweise
- im Vorfeld der Rundgänge muss ausreichend langfristig zur Beteiligung aufgerufen und Menschen auch gezielt angesprochen werden
- es erhöht die Verbindlichkeit der Rundgänge, wenn kommunal Verantwortliche sich bereits an den Rundgängen beteiligen und gegebenenfalls auch erste Fragen direkt beantworten
- der zeitliche Aufwand des Rundgangs darf nicht unterschätzt und sollte klar gegenüber der beteiligten Dialoggruppe kommuniziert werden:
- 30 min Einführung in die Themenfelder
- 90 min Rundgang
- 30-60 min gemeinsame Auswertung im Anschluss
- die Ergebnisse der Rundgänge sollten sortiert und priorisiert aufbereitet werden, um anschließende Gespräch mit Verantwortlichen strukturiert vorzubereiten
- die Öffentlichkeitsarbeit und v.a. auch die Personen, die sich an entsprechenden Rundgängen beteiligt haben, sollten regelmäßig über den Fortgang des Prozesses (Weitergabe der Bedarfe, Lösungsmöglichkeiten, auch: fehlende Handlungsoptionen) informiert werden